Sonne, Ritzenjoch, Heidelberger Scharte und ein bisschen mehr Powder

Nach dem Frühstück hieß es: erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Im Seminarraum der Hütte wurden die schon in der Schule erworbenen Kenntnisse der SchülerInnen wieder aufgefrischt. Unsere Bergführer gingen dabei noch einmal auf die Tourenplanung, den Lawinenlagebericht und die Vermeidung von Gefahrenstellen ein. Danach ging es für die eine Gruppe in Richtung Ritzenjoch und die Mädlsgruppe orientierte sich in Richtung Heidelberger Scharte.

Die Jungs und Franzi (Ritzenjochgruppe) wurden gleich mal durch ein lautes Wummgeräusch aufgeschreckt – und so kam es, dass nicht nur die Skitourengeher, sondern auch der Schnee Profil zeigen musste (anhand eines Schneeprofils wurde die Schneedecke untersucht). Leise Entwarnung – und weiter Richtung Gipfel. Nach einer kurzen Abfahrt wurde noch einmal aufgefellt und 100 Höhenmeter in beinahe unverspurtes Gelände traversiert. Dann folgte Abfahrtsgenuss pur – garniert mit einem finalen Sturz von Augustin kurz vor der Hütte.

Zeitgleich hieß es bei der Mädlsgruppe: Rinnen und Mulden beim Aufstieg vermeiden oder ab durch die Mitte ins steile Gelände. Diese Entscheidung wurde uns von einer Horde wilder Franzosen abgenommen. Anschließend folgte Spitzkehrentraining par excellence! Unser Ziel, die Heidelberger Scharte, rückte nach einer erneuten Risikobewertung in weite Ferne. So entschieden wir uns, die pulvrige Abfahrt gleich zu genießen und dafür noch einen zweiten Anstieg in Angriff zu nehmen. Die Früchte dieser erneuten Schinderei sollte eine unverspurte Powderrinne sein. Wir bückten uns kurz, um die Skischuhschnallen zu schließen, und erlebten unser blaues Wunder, als wir wieder aufsahen. Eine zweite Gruppe von Franzosen hatte sich unbemerkt angeschlichen und war vor unserer Nase in den Powderhang eingefahren. Wir machten das Beste daraus und genossen die Rinne trotzdem!

Sturzstatistik: Jungs mit Franzi 4 und Mädls 5 plus 1

Quarterpipestatistik: 2 Tage harte Arbeit – noch kein Ende in Sicht!

 

 

 

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